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Im heutigen Blogbeitrag möchte ich Euch von meinen Eindrücken und Erlebnissen meiner Reise nach Italien zur EXPO 2015 berichten. Unter dem Motto „Den Planeten ernähren, Energie für das Leben“ wird die Expo in diesem Jahr vom 1. Mai bis zum 31.Oktober veranstaltet. Die teilnehmenden Länder beschäftigen sich in diesem Zuge mit den Themen Ernährung, unser Essen, Nachhaltigkeit von Lebensmitteln und der Umwelt.

expoDa mich nicht nur das Thema Ernährung, sondern auch die Thematik der Nachhaltigkeit und des Konsums sehr beschäftigt, habe ich, wie einige sicher mitbekommen haben, eine Reise nach Italien unternommen und möchte meine Erfahrungen und Eindrücke von der Weltausstellung in diesem Beitrag mit Euch teilen. Natürlich soll auch der kulinarische Teil nicht zu kurz kommen, weshalb ich Euch ein italienisches Rezept für traditionelles Knabbergebäck mitgebracht habe, von dem ich auf meiner Reise nicht genug bekommen konnte!

Die Italiener reichen die kleinen Gebäcke, genannt Taralli Pugliesi, vor einer Mahlzeit zusammen mit Oliven und anderen appetitlichen Snacks oder naschen sie einfach zwischendurch. Es gibt sie in vielen verschiedenen Sorten, die je nach Belieben und Geschmack mit Kräutern, Gewürzen und anderen Aromen verfeinert werden können. So zum Beispiel mit Zitrone und Rosmarin oder Olive und Oregano oder ganz klassisch nur mit nativem Olivenöl und etwas Kümmel. Man kann sie in Form von kleinen oder großen Kringeln erhalten, aber auch als längliche gedrehte Stangen, wie ich sie für meinen heutigen Beitrag zubereitet habe. Sie sind sehr kompakt und hart und ihr Geschmack erinnert an festen und herzhaften Mürbeteig. Daher sind sie nicht zu verwechseln mit den Grissini-Stangen, die deutlich leichter und trockener sind. Was Ihr für die Zubereitung benötigt, seht Ihr in der folgenden Auflistung:

EINKAUFSLISTE

  • 500g Mehl
  • 100ml Weißwein
  • 100ml lauwarmes Wasser
  • 125ml Olivenöl
  • 10g Salz
  • 2EL Kümmelsamen
  • 1TL Kumin

Wie Ihr bereits in meinem Beitrag über den Doku-Dreh mit Tim Mälzer lesen konntet, ist Nahrung und Konsum für mich ein Thema von großer Wichtigkeit! Ich finde nichts schlimmer, als dass einerseits Massen von Lebensmitteln täglich weggeschmissen werden, weil sie im Übermaß produziert werden, damit immer von allem und zu jeder Zeit etwas erhältlich ist und auf der anderen Seite Menschen kaum über die Runden kommen, weil sie weder für sich, noch für Ihre Familien ausreichend Essen zum Leben bzw. Überleben haben. Neben diesem sensiblen Thema griff die Expo 2015 außerdem die Themen genmanipulierte Nahrung, die Auswirkungen des Konsumverhaltens auf die Umwelt, Essen in verschiedenen Kulturen und kreative Innovationen für die Nahrung der Zukunft auf.

Abgesehen davon, dass die Ausstellung am Tag meines Besuchs schon zu früher Stunde völlig überfüllt war und man an den einzelnen Pavillons sehr lange anstehen musste, boten viele Länder ein wirklich interessantes und breites Spektrum an informativen Darstellungen an. Besonders begeistert haben mich unter anderem die Länderpavillions von Südkorea, Deutschland, Russland, Marokko und der Türkei. Durch hohen individuellen Einsatz und Engagement versuchen sie, den Besuchern die Thematik näher zu bringen und die Auffassung und Einstellung zur Nahrung und Ernährung in Ihrem Land zu vermitteln. So demonstriert der russische Pavillon zum Beispiel zu jeder halben Stunde eine Show, in der typische Gerichte oder Getränke aus dem Heimatland vor den Augen der Zuschauer zubereitet werden und zur Verkostung gereicht werden. Im türkischen Pavillon werden dank vieler verschiedener Gewürze die Geruchssinne gefördert und die wunderschöne Gestaltung des Gebäudes versetzt seine Besucher sofort in eine andere Welt. Südkorea hingegen legt den Fokus besonders auf die Fragestellung „How to eat?“, also gesunde und „richtige“ Ernährung. Die bedachte und gesunde Ernährung stammt aus der koreanischen Küche HANSIK, die mit vielen frischen, gut aufeinander abgestimmten Zutaten aus der Natur arbeitet. Im deutschen Pavillon wird der Gast zum selbst Aktivwerden eingeladen. Von der fortschrittlichen Umsetzung und der guten Veranschaulichung der Ideen zur Ernährung der Zukunft war ich sehr begeistert. Das Motto des deutschen Pavillons lautet „Be active!„, die Besucher haben die Möglichkeit sich an vielen kleinen Stationen mit liebevoll gestalteter, fortschrittlicher Technik über die deutsche Sichtweise und Strategie zu informieren und sich inspirieren zu lassen.expo2

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Nun verrate ich Euch noch die Zubereitung der italienischen Taralli Pugliesi:

Alle Zutaten zu einem glatten Teig verkneten und anschließend für eine Stunde stehen lassen. Aus dem Teig danach lange Rollen formen und diese in gleichlange Stücke schneiden und miteinander verschlingen. Wer möchte kann an dieser Stelle aus den Strängen auch Ringe formen. In einem Topf Wasser aufkochen lassen und die Teilstücke portionsweise in das siedende, nicht mehr kochende Wasser gleiten lassen, bis sie wieder an die Oberfläche kommen. Dann mit einer Schöpfkelle herausnehmen und auf ein Geschirrtuch legen. Die Taralli auf ein gefettetes Blech oder auf Backpapier legen. Bei 190 Grad für 25-30 Minuten goldbraun backen.

Serviert die Stangen mit einigen Oliven, Peperoni und Wein und schon verwandelt Ihr Euren nächsten Grill-, DVD-, oder Mädelsabend in einen Abend wie in Italien. :)

Viel Spaß mit den köstlichen Knabbereien! :)IMG_3720

Eure,

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Ich hoffe ich konnte Euch ein bisschen vom EXPO-Flair vermitteln, die Thematik und den Geschmack der leckeren Knabberei näher bringen. Wer nun noch mehr Infos rund um die EXPO bekommen möchte, kann sich auf der offiziellen Seite der Weltausstellung informieren oder einfach selbst nach Mailand reisen – es lohnt sich!

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