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duFür das zweite Gericht meiner koreanischen Wochen habe ich mich an die Zubereitung der beliebten Mandus gewagt. Mandus sind die koreanische Variante, der in den meisten Gebieten Asiens verbreiteten gefüllten Teigtaschen. Sie können als Suppen – Nandu Buk, gedämpft (Jjinmandu), gebraten (Gunmandu) oder gekocht (Mulmandu) serviert werden. Grundsätzlich gibt es von Mandus unendlich viele Variationen. Sie unterscheiden sich in ihrer Form, der Füllung und der Größe. Gute Mandus sollten immer prall gefüllt sein. Der Teig sollte dabei am Rand noch Biss haben und gleichzeitig am Mantel zart sein. Die Dicke des Teiges spielt daher eine wichtige Rolle. Ist der Teig zu dünn, kann es schnell passieren, dass er reißt. Ich brauchte einige Anläufe, bis ich die richtige Herstellung endlich beherrschte. Die Hauptsache ist der Geschmack der Füllung, die an das Saisongemüse angepasst wird. Sie sollte würzig und aromatisch sein, ab und an gibt es sie auch mit einer scharf-pikanten Füllung. Traditionell werden Mandus mit Fleisch und Gemüse,oder halb und halb mit Tofu gefüllt. Bei meiner Variante besteht die Füllung nur aus Tofu und Gemüse, das könnt Ihr jedoch ganz nach Geschmack handhaben. Für alle bei denen es schnell gehen soll, gibt es die rohen Teiglinge für Mandus auch fertig abgepackt im Asiamarkt Eures Vertrauens zu kaufen. IMG_3841Der Teig ist eher zäh und trocken und Ihr benötigt Kraft zum Ausrollen. Für 50 Teiglinge sind folgende Zutaten erforderlich:

Für den Teig:

  • 300g Mehl
  • 1/2TL Salz 
  • Ca. 150ml Wasser 

Für die Füllung:

  • 500g geräucherter Tofu
  • 1/4 Kopf Spitzkohl 
  • 2kleine Möhren
  • 2mittlere Zwiebeln 
  • 1Knoblauchzehe 
  • 3-4 cm frischer geriebener Ingwer 
  • 2EL Sesamöl 
  • 1EL Cashewnuss-Mus
  • Chiliflocken 
  • Salz&Pfeffer 

Zubereitung meiner koreanischen Mandus:

Um den festen Teig herzustellen, vermischt Ihr zunächst das Mehl mit dem Salz und gebt dann nach und nach das Wasser hinzu, bis der Teig eine trockene und zähe Konsistenz erreicht hat. Diesen formt Ihr zu einer Rolle, von der Ihr gleichgroße Stücke abschneidet. Diese rollt Ihr zu kleinen Kugeln, welche Ihr wiederum zu dünnen Kreisen ausrollt. Je größer Eure Kreise sind, desto größer werden später Eure Nandu-Taschen. Wichtig ist, dass Ihr den Teig immer wieder mit Mehl bestäubt, damit er nicht klebt. Oft muss man ihn auch mehrmals ausrollen, bis er geschmeidig und glänzend ist. Wie gesagt, ich habe auch einige Zeit gebraucht bis ich die richtige Herstellung für mich herausgefunden habe ;)

Für die Füllung wascht Ihr das Gemüse und schneidet alles in feinste Würfel. Den Tofu am besten mit einer Gabel zerdrücken. Gebt die Zwiebel und den Knoblauch zuerst in die Pfanne mit Sesamöl. Wenn diese beiden Zutaten glasig angedünstet sind, kann der Tofu hinzugegeben werden. Zuletzt die restlichen Zutaten beifügen und bei geschlossenem Deckel einige Minuten garen. Bevor Ihr den Herd abstellt, lasst für einige Minuten das entstandene Wasser verdampfen, damit die Teigtaschen beim Befüllen nicht aufweichen. Schmeckt die Füllung mit dem Cashewnuss-Mus, den Chiliflocken, Salz und Pfeffer gut ab und lasst sie vor der Weiterverarbeitung etwas abkühlen. Die Füllung sollte eine cremige, verbundene Konsistens haben. Um diese zu erreichen könnt Ihr das Gemüse notfalls mit einem Prürierstab etwas passieren.

Jeden Teig-Kreis befüllt Ihr dann mit 1EL von der Füllung, achtet darauf ,dass Ihr den Teigrand gut verschließt, damit die Füllung beim Kochen nicht entweichen kann. Legt die fertig gefüllten Mandus auf eine bemehlte Oberfläche und bereitet entweder Euren Dampfgarer vor oder setzt einen Topf mit Salzwasser auf. Bringt das Wasser mit einem EL Öl zum Kochen und stellt Euch eine Schale mit kaltem Wasser in Reichweite. Lasst sie für wenige Minuten portionsweise (max. drei Mandus gleichzeitig) in dem Wasser kochen, bis sie an die Oberfläche steigen. Nehmt sie heraus und schreckt sie in dem kalten Wasser ab. Ihr könnt die Mandus einfrieren oder in einer Pfanne  in etwas Öl anbraten. Reicht zu den gefüllten Taschen etwas Dip aus Sojasoße und Essig. Hier müsst Ihr die Mischverhältnisse nach Eurem eigenen Geschmack herausfinden. Dann ist das asiatische Essen auch schon verzehrbereit. 

Ich hoffe Ihr habt Freude an dem Rezept und schreibt mir fleißig Eure Anmerkungen und Kommentare zu meinem Rezept :)

Bis bald! Eure,

us1


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