Schlagwörter

, , , , , , , , , , , , ,

Heute geht die Reise nach Schweden und das in zimtsüßer Perfektion. Unser Lieblings-Gebäck neu interpretiert und ohne lange Umschweife! Außerdem Geheimtipps einer schwedischen Freundin der Familie, die das Gebäck noch aus Kindheitstagen kennt.


e i n k a u f s l i s t e

Für den Teig 

  • 1kg Mehl
  • 2 pack. Trockenhefe od. 1frische Hefe
  • 2 Eier
  • 150g Zucker
  • 95g Butter 
  • 400ml warme Milch 
  • 1 Prise Salz 

Für die Füllung 

  • 85g Butter 
  • 100g brauner Zucker 
  • 2-3 Möhren
  • 4EL Zimt

Zubereitung meiner schwedischen Kanelsnurrer:

Die Möhren waschen und anschließend in Wasser garen bis sie so weich sind, dass man sie mit einer Gabel leicht zu einer Mus verarbeiten kann.

Dann die Mich anwärmen und den Zucker sowie die Hefe darin auflösen und 10 Minuten ruhen lassen. Eine Mulde im Mehl formen, die Hefemischung hinein geben und mit etwas Mehl von den Rändern zu einem Vorteig verkneten. Diesen ebenfalls einige Minuten abgedeckt stehen lassen. Anschließend das restliche Mehl, die Eier und die Butter für ca. 15 Minuten mit dem Vorteig zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Danach sollte er erneut etwa eine halbe Stunde an einem warmen Ort gehen dürfen.

Nach Ablauf der Zeit den Teig erneut gut durchkneten und zu einem dünnen Rechteck ausrollen. Wenn die Verarbeitung des gesamten Teiges zu schwer ist, kann er zunächst halbiert werden. Für die Füllung werden Möhrenmus, Zimt, Zucker und Butter, vermengt und diese Mischung dann auf 3/4 des Teigrechtecks verstrichen. Die unbestrichene Seite wird zuerst bis zur Hälfte eingeklappt, dann die bestrichene Seite über die zuvor eingeschlagene Hälfte, so entstehen drei Lagen. Den Teig erneut etwas ausrollen und der Läne nach in ca. 5-6 2cm breite Streifen schneiden Diese in sich selbst eindrehen und die eingedrehte Schnur dann mit einer Hand an einem Enden festhalten, während das andere Ende um die zwei Finger gedreht wird. Das Ende steckt Ihr von oben in das Loch hinein, wo eben noch Eure zwei Finger waren. So entsteht die schöne typische Form der Knoten. Für den Fall das die Beschreibung zu kompliziert erscheint, habe ich unten Fotos eingefügt die die Herstellung verdeutlichen sollen. Wie die kleinen Knoten geformt werden habe ich übrigens von einer Freundin aus Schweden gezeigt bekommen, die uns erst kürzlich um die Feiertage besuchen kam. Diesen Sommer fliege ich  mit meiner Mutter nach Stockholm um sie dort ebenfalls zu besuchen und das traditionelle Gebäck ofenfrisch und duftend in den kleinen Kaffees zu genießen. Die Kanelsnurrer gibt es dort nahezu an jeder Ecke und in allen Größen. Thypischerweise werden sie dort nicht nur mit Zimt hergestellt, es gibt sie auch mit ganz viel Kardamom.

Da sie aus den langen Teigschnüren geformt werden haben sie ihren Namen im übrigen ihrer Machart zu verdanken. 

Schritt 1 -ineinander verdrehen-

Schritt 2 -ein Ende festhalten und um zwei Finger schlingen-

Schritt 3 -das Ende im mittigen Loch verschwinden lassen-Zu Knoten geformt und auf einem Backblech müssen die kleinen Kanelsnurrer an einem warmen Ort erneut einige Zeit gehen, bevor sie mit etwas Milch bestrichen im Ofen bei 180 Grad Umluft für ca. 20 Minuten gebacken werden. Der Zucker und die Süße der Möhren verbinden sich in der Hitze miteinander und karamellisieren leicht, so wird der Knoten innen besonders saftig und außen leicht knusprig. Der Duft der beim Backen entsteht und im ganzen Haus verströmt ist unbeschreiblich! 

Ein paar Tipps meiner Freundin:

  • Die Mus aus Möhren ist ein Geheimtipp meiner Freundin und wird in der traditionellen Variante nicht verwendet. Dadurch werden die Knoten jedoch deutlich saftiger und schmecken interessanter. Wer kein Fan von Gemüse im Gebäck ist. gibt einfach 15g mehr Butter hinzu.
  • Auf die Qualität der Möhren achten, denn nur wenn die Möhren süß und intensiv schmecken gelingt auch der einzigartige Geschmack der Knoten. Kleine Möhren sind häufig aromatischer als die großen.
  • Die Knoten nach dem Backen abkühlen lassen und die Hälfte davon einfrieren. Kurz bevor das nächste Mal ein Besuch vorbei kommt im Ofen aufbacken und Eure Gäste werden begeistert sein.
  • Unbedingt probieren: Die Knoten in warme Milch eintauchen und genießen. Übrig bleibt eine Süße, warme Zimt-Milch.
  • Wer mag kann die Oberfläche der Knoten vor dem Backen mit etwas Milch einstreichen und Hagelslag (Hagelzucker) darüber streuen. 

Lasst Sie Euch frisch aus dem Ofen mit einem warmen Getränk schmecken :)

Guten Appetit und einen gemütlichen Start in den Tag!

Eure,

us1

Dieser Beitrag erscheint anlässlich des ZEIT Kochtags 2016, einem bundesweiten Aktionstag am 22. April, der Menschen dazu anregen soll, selbst zu kochen und sich mit ihrem Essen bewusst auseinanderzusetzen.

ZEITKochtag2016_Visual


Falls Euch meine Beschreibung zur Herstellung der typischen Kanelsnurrer noch zu kompliziert war, findet Ihr hier noch ein Video in dem fast genauso wie bei mir dargestellt wird, wie Euch die Form gelingt.

Advertisements