In diesem Beitrag möchte ich mit euch die Herstellung von Quittengelée teilen von der ich persönlich immer zurückgeschreckt bin aus Furcht es könne nicht funktionieren und aus Unwissenheit. Also begann ich zunächst mit der Nachforschung über das Obst selbst. So erfuhr ich das Apfelquitten aromatischer sind als Birnenquitten. Für unseren Gelée haben wir beide Sorten im garten gesammelt und in der Herstellung gemischt. Das alle braunen Stellen sowie der pelzige Belag vollständig entfernt werden müssen da sonst ein bitterer Geschmack entstünde, nicht aber die Kerne und das kerngehäuse. Nachdem ich alle nötigen Infos beisammen hatte entschied ich mich für Vanille als Geschmackskomponente und machte mich an die Arbeit. Das Ergebnis kann sich tatsächlich, wer hätte es gedacht, sehen lassen! 

e i n k a u f s l i s t e

(für etwa 10 Gläser)

  • Ca. 4,5kg Quitten (ergibt etwa 1600ml )
  • 1000g 3:1 Gelierzucker
  • 2 Vanilleschoten
  • 1 Zitrone  

Die Quitten mit einem Tuch gut abreiben und dadurch den weichen Flaum entfernen. Die Quitten grob viertel und dabei nur angeschnittene Kerne entfernen. Die Viertel in einer Schüssel mit Zitronensaft vermengen. Der Rest der Frucht muss nicht entfernt werden, da in der Verarbeitung nicht die vollständige Frucht verwendet wird sondern nur die Flüssigkeit welche beim dünsten austritt. Für das Dünsten etwa 400ml in einen großen Topf mit Dunsteinsatz geben, die Früchte auf das Sieb geben, die Vanilleschote oben auf legen und etwa 40 Minuten bei geschlossenem Deckel garten. Die Flüssigkeit mit einem Messbecher abmessen, um sicher zu gehen wie viel Zucker letztendlich wirklich verwendet werden muss um die gewünschte Konsistenz zu erhalten. Angabe hierfür findet ihr auf der Packung des Gelierzuckers. Zu der Flüssigkeit das Innere der Vanilleschote geben und mit dem Zucker aufkochen lassen. Die Marmeladengläser abkochen und den heißen Gelée einfüllen. Den Decke der Gläser zuschrauben und die Gläser auf dem Kopf gedreht auskühlen lassen. 

Die Herstellung des Gelées erfordert einige Arbeit und Mühe, besonder das zerkleinern der wirklich garten Früchte. Doch der Aufwand hat sich definitiv gelohnt und der Geschmack war es Wert. Nun freue ich mich jeden Morgen über einen Klecks Gelée auf meinem Porridge oder in meinem Sojajoghurt!  

Toll schmeckt der Gelée auch auf Kuchen (zB Baumkuchen oder Nussecken) oder einfach als Aufstrich auf einem frischen Hefezopf. 

Eure,

us1


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