Die thailändische Küche ist eine der vielfältigsten die ich kennenlernen konnte. Sie hat Einflüsse aus der asiatischen, europäischen und indischen Küche und steche durch ihre Schärfe oder leicht süß-säuerlichen Geschmack hervor. In Thailand für an jeder Ecke im stehen, laufen oder sitzen gegessen.  Inspiriert von meiner Reise durch Thailand, die mich von Phuket über die Inseln und Chiang Mai bis hin nach Bangkok brachte, ist mein heutiges schnelles Gericht entstanden. In jeder Himmelsrichtung des Landes erkannte ich eine Gemeinsamkeit in den Essgewohnheiten, jeder Thai der einen Laden oder Stand besitzt holte sich in seiner kurzen Mittagspause eine Schale mit scharfen gemischten Nudeln, entweder gebraten als Phat Thai oder als Suppe und begab sich damit wieder an seine Verkaufsstelle. Die Nudelgerichte sind günstig und schnell zubereitet und damit die ideale Stärkung für einen langen garten Arbeitstag in der Hitze. Und doch gab es je nach Reiseziel leichte Unterschiede in den  kulinarischen Vorlieben. Während im Norden zwar auch Chili verwendet wir dicht man hier vermeintlich milder als in anderen Teilen des Landes. Man verwendet hier mit Vorliebe Klebreis, mit dessen Hilfe man Currys und Soßen vom Teller aufnimmt. Im Nordosten hingegen sind die Speisen sehr scharf und stark gewürzt. Nicht selten stößt man hier auch auf Zubereitungen die zugleich salzig und säuerlich schmecken wie der traditionelle Salat aus grüner Papaya, angemacht mit Limettensaft, Chili, kleinen Shrimps und gerösteten Erdnüssen. Im Zentrum Thailands befindet sich die Region die besonders vielfältige Currys aufweist. Ein besonders beliebtes Gericht ist Kaeng Kai Wan bestehend aus Rindfleisch in grünem Curry mit Kokosmilch, thailändischen basilikum und Chilis. Der Süden bevorzugt es ebenfalls sehr scharf und zeigt Einflüsse aus der muslimischen Esskultur was beispielsweise das Gericht Khao Mok Gai zeigt, mariniertes Hühnchen mit Safranreis. Ansonsten gibt es in dieser Region auch viele Fisch-Currys wie Kaeng Tai Pla.

Aber nun zum heutigen rezept. Es geht schnell, ist vielfältig, weist verschiedene Geschmacksrichtungen auf und verbindet die Thaiküche mit unserer westlichen Küche und derzeitigem saisonalen Gemüse.

e i n k a u f s l i s t e

  • 200g Reisnudeln
  • 150ml Kokosmilch 
  • 1 Süßkartoffel (ca 250g)
  • 1 frischer Maiskolben 
  • 1 gelbe Paprika 
  • Handvoll rote Bohnen 
  • 3 Datteln 
  • einige Cashewnüsse 
  • 2 Handvoll frischer Grünkohl 
  • 1/2 Fenchelknolle 
  • 1 Chili
  • 1/2TL Kurkuma 
  • 1/2TL Curry 
  • Salz 
  • Kokosöl

 

Die Süßkartoffel schälen und in Wasser oder Dampf garen. Die Nudeln in kochenendes Wasser geben und nach Angabe auf der Packung gar kochen. Das Gemüse waschen und würfeln. Den Grünkohl möglichst klein schneiden und den Mais einfach von Kolben herunter schneiden. Wahlweise kann ich Dosenmais verwendet werden. Die gewürfelten Datteln zusammen mit den Gewürzen in etwas kokosöl in eine Pfanne geben und anrösten. Anschließend das Gemüse hinzugeben und nach kurzem anbraten bei geschlossenem Deckel in der Kokosmilch garten lassen. Die Nudeln abgießen und zum Gemüse in die Pfanne geben. Abschmecken, auf Tellern verteilen und mit einigen müssen versehen. 

Eure,

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