Nudeln selber zuzubereiten ist nicht schwer. Hat man einmal das ideale Grundrezept für sich gefunden, so kann man es beliebig erweitern und an die verschiedenen Jahreszeiten anpassen. Im Sommer achte ich darauf, dass meine Pasta-Gerichte nicht zu „schwer“ werden und bringe die Nudeln gerne mit einer frischen, leichten Komponente zusammen. Wie in dem heutigen Wochenrezept mit frischem Fenchel, etwas Zitrone und frischen Kräutern. Natürlich gibt es viele verschiedene Nudelvarianten – die je nach Form auch in Schweregrad und Aufwand variieren. Doch die Linguine ist die von der Zubereitung am wenigsten aufwendige Nudelsorte die ich mir vorstellen könnte :D Einfach ausrollen, in Form schneiden und in das heiße Wasser plumpsen lassen. Schon kann losgeschlemmt werden! Pasta et basta!

Ich bin gespannt welche Nudelsorte Euch die Liebste ist!??

Und nicht nur in Sachen Herstellung und Geschmack spielt Leichtigkeit bei der Zubereitung von Nudeln für mich eine Rolle. Auch schon die  Zubereitung hat mit Entspannung und Genuss zu tun. Natürlich kann man einfach zur Verpackung mit den fertigen Nudeln greifen und sie schnell ins kochende Wasser geben – auch ich mache das dann und wann sehr gerne!! Doch kann zum einen der Geschmack nicht verglichen werden und zum andern ist es schon etwas besonderes den Teig zuvor zu bearbeiten. Ihn ruhen zu lassen, ihn mit verschiedenen Geschmacksrichtungen zu verfeinern und letztlich vor dem eigens mit Hingabe erschaffenen Produkt zu stehen zu dem man eine Beziehung aufgebaut hat und mit dem man sich auseinander gesetzt hat. Das machen wir heute leider viel zu selten in unserem schnelllebigen Alltag. Für mich ist das Kochen eine Möglichkeit, durch die ich inne halten kann und mich ganz auf den Prozess der Herstellung und Zubereitung frischer Zutaten einlassen kann. Mit allen Sinnen bei einer Tätigkeit zu sein – hören wie der Teig beim Kneten auf der Arbeitsfläche kleben bleibt, die frischen Gewürze riechen, die knalligen Farben sehen und das Mehl an den Händen spüren – kann durchaus eine Form der Alltags-Entschleunigung sein. Und nichts anderes ist die heute so in Mode gekommene und vieler Orts groß geschriebene Achtsamkeit. Anstatt sie in Theorien zu zerlegen und angreifbar werden zu lassen, sollte man Achtsamkeit alltagsnah und gut umsetzbar im eigenen Leben gestalten. Und sei es beim Essen keine Ablenkungen zuzulassen, sich auf die Geschmäcker und den Geruch seiner Mahlzeit zu konzentrieren und zu GENIEßEN. Eine weitere Form habe ich für mich im Schreiben meiner Rezepte/ Blogbeiträge gefunden. Auch nach einem langen Tag setze ich mich gerne noch an den Laptop und Pfeile an den Beiträgen und Rezepten herum, was für andere nach Arbeit aussieht, ist für mich meine Zeit zum entspannen. 

Natürlich gibt es viele Wege für einen Moment der Hektik des Alltags zu entkommen und Ruhe im Körper und Geist einkehren zu lassen. 

Wie geht Ihr mit dem Thema Selbstsorge und Achtsamkeit um? Habt Ihr bestimmte Techniken in Eurem Alltag Integriert durch die Ihr kurz inne halten und entspannen könnt? Gibt es bestimmte Rituale? Das würde mich sehr interessieren, hinterlasst mir hierzu gern Kommentare!

Nun aber zu den Zutaten und dem eigentlichen Gericht! Viel Spaß beim Lesen und Kochen!

e i n k a u f s l i s t e 

  • 2 Fenchel 
  • 1 hartes Vollkornbrötchen (oder Semmelbrösel) 
  • 1BIO Zitrone 
  • Olivenöl 

Für die Linguine 

  • 150g Hartweizengries 
  • 200g Vollkornmehl 
  • 100ml Wasser
  • 1Stck. Frischer Kurkume (oder 1TL Kurkumagewürz)
  • 2EL Olivenöl 
  • grobes Meersalz 
  • 1/2 Bund frischer Thymian 
  • BIO Zitronenabrieb
  • frischer Pfeffer

Für den Nudelteig den Gries mit dem Mehl, Salz, Olivenöl und Wasser verkneten. Dabei etwas geriebenen Kurkuma (oder das Gewürz),etwas Zitronenabrieb, sowie die frischen, feingehackten Thymian Blättchen in den entstehenden Teig einarbeiten. Diesen anschließend im Kühlschrank mindestens für eine halbe Stunde ruhen lassen. In der Zwischenzeit den Fenchel waschen und schneiden. Dafür am besten von Oben nach Unten halbieren und die Hälften in dünne Scheiben schneiden. Die Fenchelscheiben in mit etwas Olivenöl einstreichen und nebeneinander in einem Bräter platzieren. Grobes Meersalz, etwas Zitronensaft und das Brötchen darüber reiben (bzw. fertige Semmelbrösel) und bei 185Grad Umluft im vorgeheizten Ofen 15 Minuten backen. Während der Fenchel im Ofen backt, die Nudeln zubereiten. Hierfür Wasser aufkochen lassen, den Teig dünn ausrollen und in schmale, dünne Streifen schneiden. Damit sie nicht zusammen kleben bevor sie gekocht werden, können sie in etwas Mehl oder Grieß gewendet werden. Sobald das Wasser kocht, die Nudeln hineingeben und etwa 3-5 Minuten kochen. Die Nudeln von der Oberfläche abschöpfen und mit den Fenchel und einem Klecks Joghurt oder Saurer Sahne, sowie etwas frischem Pfeffer servieren. 

In diesem Sinne, entspanntes Kochen und genussvolles Schlemmen!

Guten Appetit! Eure,

us1


Moment, hier folgen noch weitere Pasta-Gerichte für den Sommer:

Zucchini-Pasta mit Avocadopesto und veganer Parmesan

Basilikum-Spätzle mit Limetten-Kokosmilch und Ofentomaten

Pasta mit Zitronencreme und zweierlei Spargel

Spaghettikürbis mit veganer Bolognese

 

 

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