Heute mit dem 22. September beginnt der Herbst offiziell. Und schon ist er wieder vorüber der Sommer, kam er Euch auch so kurz vor? Aber auch für den Herbst gibtes Möglichkeiten die Stimmung zu erhellen und Seele und Geist etwas Gutes zu tun. Und wieder einmal spielt das Essen hierbei eine zentrale Rolle – wie könnte es anders sein, schließlich seid Ihr hier auf einem Foodblog gelandet. Doch ab und an wirft dieser Blog auch einen Blick über den Tellerrand hinaus und erweitert seinen Horizont durch andere Themengebiete. Durch ein wenig Recherche zu diesem Thema stieß ich auf den Namen Jordan Troisi. Dieser führte an der University of Buffalo im US-Bundesstaat New York eine Untersuchung durch, durch die er herausfand, dass das persönliche Lieblingsessen das Gefühl von Einsamkeit und Frust tatsächlich vertreiben können. Dabei spiele das Gedächtnis eine wesentlich wichtigere Rolle, als die Inhaltsstoffe der Leibspeise. Der Begriff Frustessen kommt also nicht von ungefähr und wird uns allen ein Begriff sein. Doch dank Troisi wissen wir nun, dass allein die positiven Erinnerungen, die mit dem Lieblingsessen verbunden werden das Wohlbefinden angeblich zu stärken vermögen.

Auch Nase und Zunge tragen maßgeblich zur positiven Wirkung von Essen auf unsere Stimmung bei. Hier entstehende Sinnesreize werden bis in das für die Gefühle verantwortliche Arial im Gehirn geleitet und wecken erinnerungen mit denen dieser Duft in Verbindung gebracht werden kann. Dies zeigt, dass schon der Geruchssinn nachweislich Einfluss auf unsere Stimmung nehmen kann. Wenn man also bedenkt was alles mit der Zusichnahme von nur einer Mahlzeit wachgerufen werden kann, scheint es doch umso bedeutsamer WIE wir unser Essen zu uns nehmen, findet Ihr nicht?! Einmal mehr sollten wir Acht auf Ruhe und Genuss legen. Plant Euch Zeit für Eure Malhzeit ein und nehmt sie mit all Euren Sinnen wahr. Nicht nur der Zeitfaktor und die Besinnung sind wichtig, auch das Erwärmen Eurer Speise. Ich weiß nur zu gut, dass dies der berufliche Alltag nicht immer zulässt, doch solltet Ihr Wert darauf legen zumindest eine warme Speise am Tag zu Euch zu nehmen. Es bekommt nicht nur dem magen gut und sättigt länger, sondern duftet zudem auch viel intensiver. Gerüchen wie von Gewürzen wie Zimt, Muskat oder Vanille wird eine stimmungsaufhellende Wirkung nachgesagt. Hierzu schrieb schon der Schriftsteller Rudyard Kipling: „Gerüche gehen tiefer ins Herz als Töne und Bilder.“ Einige dieser Gewürze, sowie frische duftende und reife Pflaumen, die es im herbst nun zur genüge gibt, habe ich in meinem Rezept vereint.

Diese kleine Tarte ist eine Wohltat für jedes Sensucht-erfüllte Herz und hilft vielleicht dem ein oder anderen dem Herbst etwas freudiger entgegenzublicken?! Probiert sie aus und lasst mich an Eurer Meinung zu dem Thema teilhaben!

e i n k a u f s l i s t e 

  • 3EL gemahlene Haferflocken 
  • 250g feines Dinkelmehl 
  • 1EL Agavendicksaft 
  • 2EL Mandelmus 
  • 1EL Kokosfett (kalt)
  • Ca 5EL sehr kaltes Wasser 
  • Ganzer Kardamom (etwa 1TL) 
  • Prise Salz 
  • 1TL Apfelessig
  • 3 gelbe Pflaumen 
  • 1 Apfel 
  • Mandelmilch
  • Muscovardo Zucker zum bestreuen 

Für den Teig das Mehl mit dem Salz und den Haferflocken die zuvor fein gemahlen wurden vermischen. Zu den trockenen Zutaten den Agavendicksaft, das Mandelmus, Kokosfett, Apfelessig und das Wasser geben. Beim verkneten möglichst kalte Hände haben. Den Teig gut kneten bis Mandelmus und Konosfett sich gut im Teig vermischt haben. Bei Bedarf etwas mehr Flüssigkeit, in Form von Wasser oder Milch hinzugeben. Den Teig zum Ruhen kurze Zeit in den Kühlschrank legen. Währenddessen den Ofen auf 180Grad umläuft aufheizen und die Pflaumen in dünne Scheiben schneiden. Den Apfel fein würfeln. Anschließend den Teig aus dem Kühlschrank holen und etwa 5mm dick ausrollen. Den Teig auf einem Blech mit backpapier platzieren und zunächst den Apfel in der Mitte verteilen. In einer Schale die geschnittenen Pflaumen mit etwas Mascarvado und grob gemahlenem Kardamon vermengen. Wer kein erfahrener Kardamom Liebhaber ist, sollte an dieser Stelle sparsam mit dem Gewürz umgehen und sich mit jedem Kuchen näher an den Geschmack herantasten ;) Auf den Apfel schließlich die Pfirsichscheiben plazieren und den Teig zusammenklappen. Den Rand mit etwas Milch bestreichen und Miscarvado bestreuen. Die Tartelette nun für 25 Minuten goldbraun backen. 

Zu den Vata-Beruhigenden Gewürzen gehören unter anderem: Zimt, Fenchel, Anis, Muskat, Kümmel, Kardamom, Süßholz, Nelken, frischer Ingwer, Petersilie und Basilikum, um nur einige zu nennen. Vata beschreibt eine der drei Lebenkräfte (Doshas) im Ayurveda, die jeder Mensch von geburt an in unterschiedlicher ausprägung besitzt. Pitta und Kapha sind die anderen beiden Kräfte. Das Vata-Dosha enthält die Eigenschaften der Elemente Äther und Luft. Vata ist für unsere Energie und Bewegung zuständig sowie für die Nervenimpulse. Atem, Sprache, Kreislauf, Verdauung – all das ist Ausdruck von Vata.

Guten Appetit! Eure,

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