Wie geht es Euch da – im Winter wenn die Tage kürzer und die Luft so kalt wird, dass man nach dem Aufstehen schon heizen muss, braucht mein Körper vermehrt warme Nahrung um Energie für den Tag zu erzeugen. Am liebsten ist mir da ein warmer Haferflockenbrei (heute vielmehr bekannt als Porridge) wie ich ihn als Kind oft gegessen habe. Meine Lieblingsvariante mit Kakao und warmen frischen Feigen möchte ich heute mit Euch teilen.

Wie esst Ihr Porridge am liebsten? Und wusstet Ihr, dass es viel bekönnlicher ist das Obst, welches man zu seinem warmen Brei isst, zuvor leicht zu erwärmen?!

Generell spielt die Temperatur unserer Nahrung eine wichtige Rolle für die Verdauung und kann bei zu starken Extremen sogar zu Defekten bis hin zu Erkrankungen führen. Hierzu mehr in diesem Beitrag.

e i n k a u f s l i s t e

  • 130g Haferflocken
  • 300ml Wasser
  • Mandelmilch (oder eine andere pflanzliche Milch)
  • Zimt
  • Prise Salz
  • 4EL ungesüßter Bio-Kakao
  • Agavendicksaft
  • 2TL Mandelmus
  • 4 Feigen

Und so leicht ist er zuzubereiten: Einen Topf auf dem Herd erwärmen, hierin die Gewürze (Kakao und Zimt) mit den Haferflocken anrösten, dadurch kommen die vollen Aromen der Zutaten hervor. Die Milch indes etwas erwärmen, um darin Mandelmus und Salz zu lösen. Die Haferflocken mit heißem Wasser ablöschen und einige Minuten köcheln lassen. Dann die Hitze herunterstellen und bei geschlossenem Deckel unter gelegentlichem Rühren quellen lassen. Nach Bedarf Milch-Mus Mischung hinzugeben bis der Brei die gewünschte Textur hat. Die Feigen waschen und in Scheiben schneiden. Den Brei auf einem Teller portionieren und die Feigenscheiben darauf legen, so können auch sie sich mit erwärmen. Ein kleiner und dennoch wichtiger Schritt, da Menschen mit einem sensiblen Magen darauf Acht geben sollten, warme und kalte Speisen nicht miteinander zu kombinieren. Den Brei mit Agavendocksaft beträufeln und genießen.

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Wir haben uns angewöhnt unser Essen entweder sofort nach der Zubereitung, oder erst viel später durch Unterbrechungen, meist unter Zeitdruck, völlig ausgehundert, oder unachtsam herunterzuschlingen. Oftmals fällt uns dabei gar nicht auf, dass die Mahlzeit die wir zu uns nehmen viel zu heiß oder bereits kalt geworden ist. Beide Extreme sind für unseren Körper und unser Wohlbefinden nicht von Vorteil. Auch die Temperaturunterschiede miteinander zu kombinieren ist nicht die verträglichste Variante Essen zu genießen und so manch sensibler Magen rebelliert ohne dass sein Wirt den Auslöser hierfür einschätzen kann. Schnell wird dann auf eine Unverträglichkeit geschlossen und der Weg zum Gastroenterologen eingeschlagen. Es folgen Nahrungsmittel-Tests und eine Reihe von Proben die meist ohne Ergebnis bleiben. Das Resultat sind Unzufriedenheit und Frustration. Natürlich gibt es die Fälle in denen tatsächlich eine körperliche Ursache gefunden werden kann, doch für diese in der die Untersuchung ergebnislos bleibt, kann es hilfreich sein auf Faktoren wie die Temperatur und andere Rahmenbedingungen zu achten und sich zunächst selbständigauf die Suche nach alternativen Auslösern für einen unruhigen Magen zu begeben. Hilfreich ist hier außerdem das führen eines Ernährungs-Tagebuchs in dem jede Mahlzeit und das anschließende Befinden festgehalten wird.

Wie bereits eingangs geschildert, ist beispielsweise zu heißes undzu kaltes Essen oder Trinken nicht besonders magenschoned und kann für diesen gar wie ein Schock wirken. Eben so als würden wir nach einem Sonnenbad bei 30 Grad in einen eiskalten See springen oder unsere Kalte Hand an einer herdplatte verbrennen. Aus diesem Grund ist es ratsam bewusst zu essen um es zunächst mit den Sinnen wahrzunehmen und einen Schockzustand zu vermeiden.

In der ayurvedischen Ernährung, spielt die Temperatur eine ganz zentrale Rolle, so wird Wasser zum Beispiel stets warm getrunken und Obst und Gemüse vor dem Verzehr häufig gegart. Je nachdem welche der drei Lebenskräfte (Doshas) Vata, Pitta und Kapha in einem stärker ausgeprägt sind, entscheidet sich was für den eigenen Körper am wohltuendsten ist, da sie unsere körperliche, geistige und emotionale Konstitution steuern. Ist man zum Beispiel ein Vata-Typ, so empfiehlt es sich vor allem warme Mahlzeiten zu regelmäßigen Zeiten zu sich zu nehmen. Der regelmäßige Rhythmus wird der Verdauung gut tun. Viele Faktoren beeinflussen das Gleichgewicht der Doshas – zum Beispiel unsere Tagesroutine, die Nahrung und die Jahreszeiten.

Im Winter ist aufgrund der äußeren Kälte das innere „Agni“ – die Verdauungskraft – normalerweise stärker als zu den anderen Jahreszeiten. Aus diesem Grund kann ruhig etwas kräftiger und reichhaltiger gegessen werden. Zu leichte Nahrung würde dazu führen, dass das starke Verdauungsfeuer Körpergewebe abbaut und Vata aus dem Gleichgewicht gebracht wird. Ebenso bewirken Wind und Kälte eine Erhöhung des Vata-Doshas. Dies ist leichter zu verstehen, wenn man weiß, dass dem Vata-Dosha die Haupteigenschaften „luftig“, „trocken“, „kalt“ und „unregelmäßig“ zugeordnet werden. Also möglichst immer warme und nahrhafte Speisen bevorzugen und kalte Rohkost lastige Mahlzeiten weglassen.

Ich freue mich von Euren Winter-Ritualen zu lesen und wünsche Euch einen gemütlichen Start in die Woche! Und all denen die heute frei haben wünsche ich ein besinnliches Frühstück!

Eure,

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