Blumenkohl Püree mit Harissa-Linsen

Hülsenfrüchte sind einige Zeit leider etwas aus der Mode gekommen. Häufi hängt es mit fehlenden Ideen für eine leckere Zubereitung, dem Vorurteil sie könnten Gase im Bauch entwickeln und einer längeren Zubereitung zusammen. Dabei sind die verschiedenen Hülsenfrüchte echte Kraftpakete und bringen so manche Benefits mit sich.  Nicht nur für vegan oder vegetarisch lebende Menschen sind Kichererbsen, Bohnen und Co. eine wichtige Eiweißquelle – auch für Sporter, da sie neben dem Reichtum an Eiweiß zusätzlich viel Kalium und Magnesium mit sich bringen. Wenn man den Körper langsam an gut gegarte Hülsenfrüchte gewöhnt und sie Stück für Stück an die verschiedenen Sorten gewöhnt indem man sie zu seinem üblichen Essen mischt – beispielsweise in Salate, Suppen, Aufläufe uvm. – kann man den Magen so sehr an die ost gewöhnen, dass es nicht zu der Bildung von Gasen kommen kann. Um ein paar Anregungen zu schaffen gibt es das heutige Rezept und einige weitere Ideen. So lassen sich aus Bohnen Brownies herstellen, aus Kichererbsen leckere Falafel, oder sie lassen sich als Snack im Ofen rösten. Als Suppeneinlage sind besonders Rote Linsen sehr beliebt und auch im Salat m achen sich Linsen sehr gut. Weitere Rezepte findet Ihr unter dem Beitrag. 

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für die Linsen

  • 1 Tasse Belugalinsen
  • 3EL Tomatenmark
  • 1TL Harissapaste
  • 1TL Paprikapulver
  • etwas Cayennepfeffer
  • etwas Wasser
  • Salz
  • Kürbiskerne
  • Leinöl

für den Blumenkohl

  • 1/2 Blumenkohl
  • 1 Kartoffel
  • Muskatnuss
  • 1EL Hefe-Gemüsebrühe
  • etwas (Pflanzen-) Milch

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Die Linsen waschen, in der doppelten Menge Wasser kochen bis sie gar sind und anschließend abtropfen lassen. Öl in eine Pfanne geben und die Gewürze leicht anschmoren. Die Linsen mit der Tomaten und Harissapaste ebenfalls in die Pfanne geben und mit etwas Wasser verrühren. Nebenbei die Kartoffel und den Blumenkohl waschen und die Hälfte der kleinen Röschen, sowie die Kartoffel in einem Dampfgarer, oder Wasser garen. Anschließend abgießen und mit etwas Milch, in der zuvor Gemüsebrühe gelöst wurde pürieren und abschmecken. Die Linsen mit dem Pürree auf einem Teller servieren und mit Kürbiskernen, Cayennepfeffer und etwas Leinöl garnieren.

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Lasst es Euch schmecken!

Eure,

us1


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Wirsing-Shiitake Rahmgemüse mit Kartoffelhaube

Man sollte meinen, dass einem im Winter die Ideen für Rezepte ausgehen. Doch dem ist nicht so. Durch die Vorgaben der Gemüsesorten in meiner Gemüsekiste werde ich stets erneut vor die Herausforderung gestellt, mit den Dingen die es zur Jahreszeit gibt, kreativ zu werden. Diese Woche gab es Kartoffeln und weiße Süßkartoffel mit Shiitake Pilzen und Wirsing. Das ist daraus entstanden:

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für die Kartoffel-Haube:

  • 400g mehlige Kartoffeln (Gunda),
  • 1 weiße Süßkartoffel (ca. 150g),
  • 50-75g Butter  /oder Margarine
  • etwas (Pflanzen-) Milch
  • Salz
  • Kurkuma (um die gelbe Farbe zu intensivieren)

Für das Gemüse:

  • ½ Wirsing (ca. 500g)
  • 1 Zwiebel
  • 100g Shiitake-Pilze
  • 200ml Gemüsebrühe
  • 100ml Schlagsahne / od. Soja Cuisine
  • 1-2TL Mehl
  • Schwarzer Pfeffer
  • Salz
  • 1TL Kumin
  • 2TL Sojasoße

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Die Kartoffeln und die Süßkartoffeln waschen und dünsten oder in Salzwasser kochen bis sie gar sind. Anschließend schälen und mit der Butter, den Gewürzen und Milch nach Bedarf fein zerstampfen. Um dem Püree ein appetitliches Gelb zu verleihen, etwas Kurkuma hinzugeben. Das Püree zur Seite stellen, um mit dem Gemüse fortzufahren. Die Pilze mit einem sauberen Küchentuch putzen und die Enden der Stiele abschneiden. Dann in grobe Würfel schneiden. Den Kohl waschen und in feine, kurze Streifen schneiden. Die Zwiebel schälen und würfeln. Öl in einer Pfanne erhitzen und hierin die Zwiebelwürfel, mit den Gewürzen andünsten. Nach kurzer Zeit den Wirsing und die Pilze hinzugeben, mit dem Mehl kurz anbraten und schließlich mit der Gemüsebrühe ablöschen. Bei geschlossenem Deckel für etwa 10 Minuten garen. Das Gemüse mit der Sojasoße und der Sahne verfeinern und abschmecken und in eine kleine Auflaufform füllen. Das Gemüse mit dem Püree bedecken und dies glatt streichen. Anschließend für 15 Minuten bei 190 Grad Umluft goldbraun backen.

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Was fällt Euch zu den Zutaten: weiße Süßkartoffel, Shiitake, Wirsing ein?

Eure,

us1


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Warmer Rote Bete Salat auf Getreide – Lagom

Nicht zu viel. Nicht zu wenig. Genau richtig.

Genau diesen Zustand wünschen wir uns doch alle für unser Dasein, oder. Mit sich und seinem Leben so im Einklang zu sein, dass alles eben genau richtig ist. Das „richtige“ Maß an Zufriedenheit, an Routine an Selbstliebe und Mitgefühl. Das „richtige“ Maß an Wohlstand und Freundschaft.. etc. Eben dieses Befinden für den es im deutschen so vieler Worte bedarf, beschreibt im schwedischen ein einzelnes Wort. Lagom. Das schwedische Wort ist eine Lebensphilosophie, die im täglichen Alltag praktiziert werden kann und bezeichnet einen ausgeglichenen Lebensstil, an dessen erster Stelle ein grundlegendes Wohlbefinden steht. Eine wörtliche Übersetzung hierfür gibt es nicht – meistens wird es mit „genau im richtigen Maß“ oder „alles in Maßen“ übersetzt. Eben genau die Mitte zwischen „zu viel“ und „zu wenig“ für sich zu finden. Das gute Mittelmaß sowohl auf das Umfeld, als auch den inneren Zustand bezogen. Harmonie und inneres Gleichgewicht stehen hier an erster Stelle.

Im Wochenbeitrag einige Freitage zuvor – Birnen-Tartelette – habe ich mit Euch meine Gedanken zum Thema Hygge und seiner allgemeinen Bedeutung geteilt. Der Begriff Lagom scheint nun jedoch dieses Wort abzulösen und einen regelrechten Hype um sich herum ausgelöst zu haben. Es gibt bereits verschiedene Produkte, die diesen Namen tragen und Kampagnen die zu mehr Lagom im Leben verhelfen wollen. So auch der Möbelgigant IKEA. Unter dem Motto „Live Lagom“ möchte das schwedische Möbelhaus zu mehr Ausgewogenheit von Nachhaltigkeit und Gesundheit inspirieren. Unter dem Hashtag #LIVELAGOM kann man sein individuell praktiziertes Lagom präsentieren und damit andere Menschen mit seinem Weg zur Ausgeglichenheit anstecken. Ikea möchte damit den Konsum von Wasser, Energie etc. eindämmen und dem Umweltschutz, sowie einer gesünderen Lebensweise nachkommen. Ob Marketing hin oder her, ein guter Ansatz ist es meiner Meinung nach in jedem Fall.

Doch hat man sich bereits einige Zeit mit den Schweden befasst, oder Zeit mit ihnen verbracht, so wird einem bald bewusst das hinter Lagom viel mehr als nur ein modischer Trend steht. Es handelt sich viel mehr um eine grundlegende Charaktereigenschaft der Skandinavier. Und während meines Aufenthaltes vorletzten Sommer in Schweden, konnte ich mich dieser Eigenschaft tatsächlich selber überzeugen und hatte das Gefühl, sie würde sich zumindest dort auf mich übertragen. Die Schweden sind sehr höflich und offen miteinander und aben, wie die meisten Skandinavier einen ausgesprochen guten Geschmack. So ist es nur verständlich, dass das was man erfährt und visuell aufnimmt, einen ausgleichenden Effekt auf mich haben konnte. Das heutige Rezept steht unter selbigen Sternen. Sowohl äußerlich ist es sehr harmonisch als von seiner Komposition. Die basischen Zutaten sind sehr bekömmlich, nährstoffreich und wirken sich wohltuend auf den Körper aus. Sie halten lange satt und geben ein langanhaltendes zufriedenes Gefühl. Seine leuchtenden, frischen Farben senden positive Signale ans Gehirn und machen es damit einmal mehr zum idealen Winterrezept. 


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für den Salat

  • 2 gelbe Bete
  • 2 rote Bete
  • 2 bunte Bete
  • 1 Orange
  • 80g Walnusskerne
  • frische Kresse
  • frischer Parmesan
  • Olivenöl
  • Pfeffer
  • Prise Chili
  • Salz

für das Getreide

  • 1 Tasse Getreide, grob geschrotet (z.B. Weizen, Dinkel, Roggen)
  • 2 Tassen Wasser
  • 2 Zweige (getrockneter) Thymian
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Schalotte
  • 1 BIO Limette
  • 40g getrocknete Steinpilze
  • Salz


Öl in einen Topf geben und darin den fein gehackten Knoblauch, die gehackte Schalotte und den Thymian glasig dünsten. Anschließend die getrockneten Pilze und das gewaschene Getreide hinzugeben und mit dem Wasser ablöschen und leicht salzen. Bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis das Wasser komplett aufgenommen wurde. Dann den Topf vom Herd nehmen und bei geschlossenem Deckel 10 Minuten quellen lassen.

In der Zwischenzeit die Rote Bete mit einer Reibe in hauchdünne Scheiben verarbeiten. Diese in gesalzenem Wasser kurz blanchieren und anschließend abschrecken. Damit sich die Beten nicht gegenseitig einfärben, zuerst die Bunte, dann die Gelbe und schließlich die Rote Bete kochen. Die Bete mit dem Saft der Orange, Olivenöl, einer Prise Chili, Salz und etwas Pfeffer anmachen und ziehen lassen.

Das Getreide mit etwas Limettenschalenabrieb, sowie dem Saft der Limette, etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Das Getreide mit dem Salat auf einem Teller anrichten und mit frischem Parmesan und Walnüssen garnieren. 

Also Ihr Lieben, vielleicht legt Ihr heute oder am Wochenende auch mal hier und da eine kleine „Fika“ (schwedisch für Pause) ein und nehmt Euch vor Gelassenheit und Ausgewogenheit in den Dingen walten zu lassen. Denn: „Lagom är bäst“ – das gesunde Mittelmaß ist am Besten!

Eure,

us1


Buch Tipp: Ein Lagom-Ratgeber „In der Mitte liegt das Glück“ von Lola A. Åkerström