Deftiger Linseneintopf mit Würstchen (vegan) 

Die Tage werden zwar bereits etwas länger und auch wieder heller, dennoch ist die kalte Jahreszeit noch lange nicht vorüber. Ein Grund mehr weiterhin kreative und warme Eintöpfe und Suppen zu sich zu nehmen. Ein weiterer Grund ist die Vielzahl an tollem Wintergemüse, die gemeinsam zumeist ein leckeres Gericht ergeben. Kürzlich habe ich mich an den Eintopf erinnert den es früher oft bei meiner Oma gab, wenn wir nach einer langen Autofahrt ganz ausgehungert zu Ihr kamen. Damals gab es sie auch für mich noch mit Würstchen aus dem Glas. heute greife ich lieber auf die vegetarische/vegane Variante zurück. Hier gefällt mir die Sorte von Alnatura am besten, nachdem ich die meisten anderen getestet habe.

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e i n k a u f s l i s t e

  • 1 Bund Möhren (ich habe violette „Purple Haze“ Möhren verwendet)
  • 150g Beluga Linsen
  • 1Dose gehackte Tomaten
  • 1 Gemüsezwiebel
  • 3 große Kartoffeln
  • 2EL Tomatenmarkt
  • 2TL Paprika Gewürz (geräuchert, süß)
  • 1TL Harissa
  • Salz
  • frischer Pfeffer
  • 4EL Weißweinessig
  • Gemüsebrühe
  • Olivenöl
  • 1 1/2TL Agavendicksaft (oder anderes Süßungsmittel)
  • frischer Koriander
  • vegane Würstchen

Öl in einem Topf erhitzen und darin die gehackte Zwiebel glasig andünsten. Möhren waschen und in Scheiben schneiden und die gewaschenen Kartoffeln nach Belieben schälen (ich habe sie ungeschält verarbeitet) und anschließend in Würfel schneiden. Die Linsen abspülen und abtropfen lassen. In dem Öl die Gewürze mit andünsten um ihr Aroma wieder zu entfalten. Essig, Tomatenmark und Linsen in den Topf geben und gut umrühren. Mindestens 1 Liter Gemüsebrühe parat stellen und die Linsen bereits geringfügig ablöschen. Nun die geschnittenen Möhren und Kartoffeln in den Topf geben und kurz anbraten bevor der gesamte Inhalt des Topfes mit Brühe bedeckt und etwa 10 Minuten eingekocht wird. Dann die Dose mit gehackten Tomaten hinzufügen und bei mittlerer Hitze und geschlossenem Deckel 30 Minuten köcheln lassen. Den Eintopf mit Agavendicksaft, Salz und Pfeffer gut abschmecken und die veganen Würstchen in Scheiben oder im Ganzen hinein geben.

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Den Eintopf in Schüsseln portionieren und mit frischem Koriander oder Petersilie garnieren.

Wärmt Euch von innen auf und lasst es Euch schmecken!

Eure,

us1


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Selbstgemachte BBQ-Soße mit Pulled Pilz auf Naturreis (vegan)

F L E I S C H A L T E R N A T I V E N

Nach eigener Wahrnehmung, als auch laut Report des Meinungsforschungsinstituts Forsa, bezüglich einer gesunden Lebensweise scheint ein unaufhaltsamer Wandel in den Köpfen voranzuschreiten. Hieß es 2015 noch, der Fleischkonsum steige weiterhin an, so könne laut Daten des Deutschen Fleischverbandes seit diesem Jahr ein deutlicher Rückgang des Fleischkonsums verzeichnet werden! Auch die Ergebnisse der Forsa bestätigen, dass das Bewusstsein für eine artgerechte Tierhaltung und das Einkaufsverhalten sich fortlaufend verbessern, außerdem der Wunsch nach gesunder Ernährung und Reduzierung der Massenschlachtung zunehmen. 2014 schnitt Deutschland im Ranking der europäischen Länder mit einem jährlichen Fleischkonsum von bis zu 60kg pro Kopf noch erschreckend schlecht ab. Von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) werden hingegen maximal 16-30kg Fleisch pro Person im Jahr empfohlen, was ungefähr 300-600g in der Woche ergeben würde. 

Laut dem Robert Koch-Institut (RKI) ernähren sich jedoch nur 4 Prozent der Deutschen vegetarisch, hiervon überwiegend Frauen, da ihnen der Verzicht auf Fleisch weniger schwer falle. Der größte Anteil der vegetarisch eingestellten Personen sei in der Altersgruppe von 18-30 Jährigen vorzufinden. Für mich zeigt sich hier ein positiver Trend der vorwiegend von der jüngeren Generation unserer Gesellschaft immer mehr vorangetrieben wird.

Mit dem heutige Rezept möchte ich den Mut und die Fantasie für die Vielfalt der vegetarischen, deftigen Speisen anregen. Es gibt eine große Anzahl an pflanzlichen Alternativen die statt und glücklich machen können ohne dabei das Gefühl zu erzeugen sich in Verzicht zu üben!

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e i n k a u f s l i s t e

  • 1 große Tasse Naturreis
  • 2 Tassen Wasser
  • Salz
  • 4-5 große Kräuterseitlinge
  • 1 Bund Petersilie
  • 1EL Tomatenmark
  • 200ml Tomatenpassata
  • 1 rote Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 Stück frische rote Chili
  • Olivenöl
  • Thymian (getrocknet oder frisch)
  • 2TL dunkle Sojasoße
  • 1EL Balsamico
  • 1/2 Orange
  • 1-2TL Agavendicksaft
  • 1TL Kumin
  • 2TL geräuchertes süßes Paprikapulver
  • 2TL scharfer Senf
  • 1TL Harissa Gewürz
  • Salz
  • frischer Pfeffer

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Den Reis mit der doppelten Menge Wasser und etwas Salz in einem Toft kochen bis der Reis das Wasser vollständig aufgenommen hat. Den Reis anschließend mit geschlossenem Deckel, ohne Hitzezufuhr stehen lassen.

Die Pilze in einem Dampfgarer geben und etwa 10-12 Minuten garen. Anschließend aus dem Topf nehmen und in einen tiefen Teller legen, da die Pilze Flüssigkeit verlieren könnten. Mit Hilfe von zwei Gabeln die Pilze der länge nach grob „zerpflücken“. Die Pilzstücke mit etwas Salz und 1/2 TL geräuchertem Paprikapulver vermengen und beiseite stellen. Die Flüssigkeit, welche aus den Pilzen austritt nicht abgießen. Sie enthält eine Menge Aroma, welche später in die Soße abgegeben wird. 

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Für die BBQ Soße die Zwiebel und den Knoblauch schälen und halbieren. Die Hälfte der Petersilie waschen und das untere Ende der Stiele entfernen. Zwiebel, Knoblauch, 1-2cm der frischen Chili und die Petersiliesowie das Tomatenmark, mit einigen Spritzern Orangesaft und etwas Olivenöl in einem Mixer zu einer feinen Paste pürrieren. Diese in einer Pfanne mit den Gewürzen scharf anbraten. Schließlich mit 3EL Wasser und der Tomatenpassata ablöschen. Den Senft, Den Balsamico, die Sojasoße und den Agavendicksaft einrühren. Die Soße 10-15 Minuten bei mittlerer Hitze einkochen lassen. Bei Bedarf etwas Wasser hinzugeben. zuletzt mit Salz, Pfeffer, Agavendicksaft und dem Saft der orange erneut abschmecken und verfeinern. Nun die Pilze samt Flüssigkeit in die Soße geben und vermischen. Den Reis portionieren und darauf das Pulled Pilz Gericht geben. Mit Petersilie und frischem Pfeffer oder Chili garnieren und genießen.

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Für meinen Geschmack braucht ein deftiges Mittagessen als Hauptbeilage kein Fleisch. Gut gewürzt und lecker zubereitet kann jedes Gemüse spannend, vielfältig und durchaus sättigend sein. Die Zeit in der unser Körper durch stundenlange harte Arbeit auf dem Feld oder der Jagt, Fleisch als langanhaltenden Energielieferanten benötigte sind heute bei den meisten Berufen nicht mehr gegeben. Im Gegenteil viele menschen sitzen den großteil des Tages am Schreibtisch. Trotzdem nimmt der Fleischkonsum weiterhin stetig zu. Von glücklicher Tierhaltung kann hier schon lange nicht mehr die Rede sein. Ich hoffe dahr, dass immer mehr menschen sich an solche alternativen Rezeptideen wagen und bin ganz gespannt auf Euer feedback!

Eure,

us1


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Flammkuchen à la „Resteessen“

Heute (an meinem in diesem Jahr letzten Arbeitstag) bin ich mal ganz pragmatisch veranlagt. Denn gesund, ausgewogen und kreativ zu Kochen ist nicht immer gleichbedeutend mit „Stunden am Tag in der Küche zu zubringen“. Es heißt viel mehr mit den gegebenen Ressourcen, sei es hier zeitlicher Natur, kräftemäßig oder Lebensmittel bedingt, zu wirtschaften. Nicht jeder besitzt die nötige Power, Lust und Zeit neben der Arbeit und dem Haushalt noch ein aufwändiges Menü zu zaubern. Umso schöner also, wenn ein ganz einfaches Rezept so richtig was her macht. Wie diese Flammkuchen hier! Sie sehen viel aufwändiger aus als sie in der Zubereitung sind. In Wahrheit dauerst die Herstellung keine 15 Minuten. Der Teig ist schnell zubereitet und kommt ganz ohne Hefe aus, weshalb das zeitintensive Gehen des Teiges wegfällt. Der Ofen wird während der Zubereitung aufgewärmt und sobald die kleinen Flammkuchen hauch dünn ausgerollt sind, können sie auch schon der Reihe nach, oder mit Umluft alle auf einmal in den Ofen. Dort sind sie in wenigen Minuten knusprig braun gebacken. Denn die ursprüngliche Aufgabe der Flammkuchen war es einst herauszufinden, ob der Ofen heiß genug war für die Brote die darin gebacken werden sollten.

Was das heutige Rezept allerdings besonders schnell und interessant macht, ist der Belag. Dieser besteht nicht wie sonst aus Schmand, Frischkäse oder Saurer Sahne, sondern aus dem Eintopf vom Vortag. Einfach eine Kelle davon auf dem Teig verstreichen, belegen und alle sind begeistert. 

e i n k a u f s l i s t e

für den Teig

  • 250g feines Dinkelmehl
  • 2EL Olivenöl
  • 125ml Wasser
  • 1Pr. Salz

 

  • Petersilieneintopf
  • etwas Kürbis, Wirsing, Petersilie, Walnüsse (nach Belieben weitere herbstliche Zutaten)

Alle Zutaten zu einem geschmeidigen Teig verkneten. Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche dünn ausrollen und den Ofen auf 200Grad Umluft aufheizen. Den Petersilieneintopf fein pürieren und auf den Teig streichen. Den Flammkuchen nun mit allen beliebigen Zutaten belegen. Ich habe den Flammkuchen mit Kürbisscheiben, Wirsing, und Walnusskernen belegt und anschließend für 15Minuten gebacken.

Was habt Ihr für schnelle Blitzrezepte die jeden beeindrucken? Oder für Ideen mit denen man so einen Flammkuchen noch verfeinern könnte? Lasst es mich wissen :)

Eure,

us1